Oktober 2011 - Erste Bewährungsprobe bestanden

die erste Bewährungsprobe für die neue Koalition und uns Freie Wähler als Kooperationspartner von SPD und Grünen ist erfolgreich überstanden. Wir haben mit dafür gesorgt, dass neben unserem hauptamtlichen Stadtrat Harald Semler (FWG) und Oberbürgermeister Dette nun auch Bürgermeister Manfred Wagner (SPD) und Stadtrat Wolfgang Borchers (Grüne) ihre Arbeit im Magistrat unserer Stadt aufnehmen können.
Sicher ist uns die Entscheidung, künftig im der Form der Kooperation mit SPD und Grünen Zusammenarbeiten zu wollen, nicht ganz leicht gefallen. Aus der unterschiedlichen Programmatik aller Beteiligten galt es in den vielen Gesprächen, die der Kooperationsvereinbarung vorausgegangen waren, eine gemeinsame Schnittmenge zu definieren, mit der die politischen Herausforderungen für die Stadtgestaltung künftig erfolgreich bewältigt werden sollen.
Durchaus gab es Stimmen in den eigenen Reihen, künftig lieber Oppositionsarbeit leisten zu wollen, anstatt verantwortungsvoll mit zu regieren. Dies ist letztlich auch der Grund warum wir mit den Koalitionspartnern zunächst eine Kooperation eingegangen sind, jedoch durchaus mit dem Ziel eine Koalition zu vereinbaren, wenn uns Freien Wähler der politischen Spielraum, wie zugesagt, auch eingeräumt wird.
Als ersten politischen Erfolg in der noch jungen Wahlperiode können wir bereits die neue Dezernatsaufteilung vorweisen, die im Einvernehmen mit Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP), sowie SPD und Grüne, unserem Stadtrat Harald Semler neben dem Liegenschaftsamt und der Wirtschaftsförderung die gesamte Bauverwaltung unterstellt hat. Gerade im Baubereich gibt es neben den wichtigen Projekten des Hessentages viele kleinere und eher unspektakuläre Projekte, die aber für uns Bürger ebenso rasch abzuarbeiten sind. Zur deutlichen Verkehrsentlastung des Innstadtbereiches verfolgen wir ungebrochen das Ziel, den Westanschluss, also die Verbindung zwischen der Neustadt und der B277 Richtung Aßlar, herzustellen. Die Verkehrsbelastung für die Anwohner in der Altenbergerstraße ist unerträglich und die täglichen Staus an diesem Bahnübergang sind für die Autofahrer äußerst zeitraubend. Wir favorisieren allerdings eine Lösung, die auf Brückenbauwerke und Rampen verzichtet und die Bahnlinie unterquert, weil damit der Kostenaufwand deutlich verringert werden kann, als dies die bisherigen Planungen vorsehen. Eine weitere Aufgabe ist es, den Straßenendausbau in den Baugebieten Nauborn und Hörnsheimer-Eck in Angriff zu nehmen. Neben Straßenbauprojekten sind es aber ebenso die Stadtentwicklungsprojekte Bahnhofsviertel und Niedergirmes, die mit sichtbarem Erfolg vorangetrieben werden müssen. Und in den Dorfkernen der Stadtteile gilt es die Stadterneuerung wieder auf die Agenda zu nehmen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Schulentwicklung in Wetzlar. Hier müssen wir den Landkreis als Schulträger von Seiten der Stadt im Einvernehmen begleiten damit unsere Kinder nicht die Leittragenden, der maroden Finanzlage der Gebietskörperschaften werden.
Wir sind überzeugt, dass wir in den kommenden fünf Jahren innerhalb der neuen Stadtregierung mit unserer soliden Arbeit die Stadt Wetzlar erfolgreich weiter entwickeln können und Sie, verehrte Bürgerinnen und Bürger, diese Arbeit wohlwollend begleiten. In Sinne einer aktiven bürgernahen FWG-Politik verbleibe ich
Ihr Peter Hauptvogel
Stadtverbandvorsitzender
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